PISA IMMOBILIEN referiert auf Heuer-Dialog und REAL ESTATE MITTELDEUTSCHLAND über Marktzahlen und -prognosen.

Vor über 200 Führungskräften der Immobilienbranche zeigte er die Preisentwicklungen auf und beurteilte den Markt. So kletterten die Nettokaltmieten im Bestand zwischen 2012 und 2016 um 4,7 % im Schnitt von 5,15 €/m² auf 5,39 €/m². Die höchsten Mieten werden dabei mit durchschnittlich 6,08 €/m² (NKM) in den nach 1991 errichteten Wohnungen und in Gründerzeitwohnungen mit 5,41 €/m² (2015) erzielt. Trotz steigender Mieten ist dennoch keine Panikmache seitens der Politik angebracht. Die Kostenbelastung durch die Bruttowarmmiete ist von 35 % des Haushaltsbudgets im Jahr 2013 auf 31 % im Jahr 2015 gesunken. Die Nettokaltmietbelastung bleibt stabil bei 22 %. Hintergrund sind deutlich steigende Beschäftigungszahlen und allmählich steigende Einkommen in der Messestadt.

Im Bereich der Angebotsmieten kam es innerhalb der letzten zwei Jahre zu einem Wachstum um ca. 14 % von 5,81 €/m² auf 6,60 €/m². Angebotsmieten in Leipzig liegen laut eigenen Zahlen und Recherchen von PISA IMMOBILIEN im Jahr 2016 rund 22 % über dem Niveau der Bestandsmieten (Angebot: 6,60 €/m², Bestand: 5,39 €/m²). Besonders deutlich zeigt sich dies im Neubau: Die Neubaukaltmieten liegen seit 2015 auf einem kontinuierlich hohen Niveau zwischen 9,70 €/m² und 12,50 €/m².  Damit liegen sie 47 % bis 89 % über den Angebotsmieten im Bestand. „Für die nächsten Jahre erwarten wir hier allerdings keine signifikanten Preisanstiege mehr.“ Timo Pinder geht weiterhin davon aus, dass sich das Preisdelta zwischen Bestandsmieten und Neubauangebotsmieten verringern wird.

Dass neben den Mieten auch die Kaufpreise weiter steigen, ist eine logische Konsequenz der Aufwärts-Entwicklung. Die Kaufpreise steigen durch die steigende Nachfrage aufgrund der positiven Bevölkerungsentwicklung und steigender Haushaltsnettoeinkommen voraussichtlich weiter. Nach unseren Prognosen eilt die Kaufpreisentwicklung der Mietpreisentwicklung voraus.

Dem interessierten Fachpublikum verdeutlichte der Geschäftsführer dabei auch die Notwendigkeit von bedarfsgerechtem Neubau. Ein wichtiger Grund ist Leipzigs ungebrochenes und rasantes Bevölkerungswachstum. Doch das Bauen sollte mit Bedacht erfolgen. So fällt in Leipzig ein hoher Bedarf an Wohnungen für Singles (+36.965), gefolgt von Wohnungen für 2-Personen-Haushalte (+19.332) auf. Erst mit einigem Abstand folgt der Bedarf an Wohnungen für 3- und 4-Personen-Haushalte (jeweils ca. +10.500). Dies sollte bei der Neubautätigkeit berücksichtigt werden.

Mehr Informationen zum Vortrag WOHNEN – MARKT / TRENDS in Leipzig finden Interessierte HIER.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.