Unterschiede zwischen Ost und West schrumpfen 25 Jahre nach der Wende.

Marode Innenstädte, veraltete Technik, wenig Eigentum – vor 25 Jahren hätten die Unterschiede auf dem Wohnungsmarkt in Ost und West nicht größer sein können. Dieses Bild hat sich in weiten Teilen stark gewandelt. Ostdeutsche Städte wie Leipzig haben eine enorme Aufholjagd hingelegt. Die Qualitätsunterschiede sind kaum noch zu erkennen. Moderne Neubauten und topsanierte Altbauten sind inzwischen die Regel.

Selbst in der guten alten „Platte“ haben moderne Technik und energieeffiziente Bauweisen Einzug gehalten. Die Bausubstanz hat sich durch enorme Investitionen in den letzten 25 Jahren deutlich verbessert. Und noch heute dauern diese Arbeiten an, so dass der Anteil der Bauleistungen in bestehende Gebäude im Osten nach wie vor mit 83 Prozent höher ist als im Westen mit derzeit nur 71 Prozent.

Deutlich aufgeholt hat der Osten auch in Sachen Eigentum. Zwar ist die Eigentumsquote im Westen noch immer deutlich höher, doch die Schere geht weniger stark auseinander. So wohnten 1993 nur 24,3 Prozent der Ostdeutschen in den eigenen vier Wänden. Dieser Wert lag im Westen mit 43 Prozent fast 20 Prozentpunkte höher. Inzwischen ist der Unterschied auf 14 Prozentpunkte geschmolzen und liegt im Osten bei 35 Prozent, im Westen bei 49 Prozent.

25 Jahre nach der Wende stehen Ost- und Westdeutsche Regionen vor ähnlichen Problemen: Es zieht immer mehr Menschen in die Großstädte, die zunehmend und je nach Standort mehr oder weniger unter Wohnungsmangel zu leiden haben. Andere Regionen schrumpfen dagegen. In den Metropolen steigen so auch die Wohnungspreise. Leipzig liegt dabei im Gegensatz zu Dresden oder westdeutschen Großstädten wie München oder Frankfurt am Main im moderaten Mittelfeld. Wohnen, Mieten und Kaufen ist hier nach wie vor bezahlbar.

Mehr dazu gibt es hier und hier.

(Foto: fotolia.de)

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